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Tczew
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Tczew (deutsch Dirschau; kaschubisch/pomoranisch DÍrszewò) ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Die Stadt mit etwa 59.400 Einwohnern ist Sitz des Powiat Tczewski und der eigenständigen Landgemeinde Tczew, der sie selbst nicht angehÜrt.
Contents
⢠Geschichte
⢠Frßhzeit
⢠Mittelalter
⢠Deutscher Orden
⢠Republik Polen
⢠Nachkriegszeit
⢠Politik
⢠Stadtpräsident
⢠Stadtrat
⢠Verkehr
⢠Ehrenbßrger
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographische Lage
Die Stadt liegt am sĂźdlichen Rand des Weichseldeltas im historischen WestpreuĂen, 30 Kilometer von der MĂźndung der Weichsel in die Ostsee entfernt und auf einer HĂśhe von 16 Metern Ăźber dem Meeresspiegel; die Weichsel liegt hier drei Meter Ăźber dem Meeresspiegel.cite-ref-mkl-2-0[2]
Geschichte
FrĂźhzeit
Anhand archäologischer Funde konnte nachgewiesen werden, dass sßdlich des Weichseldeltas schon in der jßngeren Steinzeit (um 2000 v. Chr.) Menschen lebten. Eine dauerhafte Besiedlung der Gegend belegen Funde aus der vorrÜmischen Eisenzeit (um 500 v. Chr.) bis zum frßhen Mittelalter.
Mittelalter
Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1198 durch den Pommern-Herzog Grzymislaw, als dieser den damals als âTrsowâ (Dersow) bezeichneten Ort zusammen mit weiteren GĂźtern dem Johanniterorden als Lehen ĂźberlieĂ. Danach wurde zur Sicherung der den Ort berĂźhrenden Handelswege durch den Pommerellen-Herzog Sambor I. eine Burg errichtet,cite-ref-3[3] und auf Grund dieser gĂźnstigen Verhältnisse begann der Ort an wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung zu gewinnen. Es entstand eine deutsche Kaufmannssiedlung mit Johannes von Wittenborg als Schulze 1256.cite-ref-4[4] Diese gĂźnstige Entwicklung veranlasste Herzog Sambor II., seine Residenz 1252 von Liebschau nach Dersow zu verlegen. Noch bevor es Ăźber städtische Strukturen verfĂźgte, verlieh der Herzog dem Ort das Recht zur Bildung eines Stadtrates. (Tczew ist damit, ohne das Stadtrecht zu besitzen, heute als erster Ort in Polen angesehen, mit einer kommunalen Selbstverwaltung, noch vor Breslau, Krakau und Posen. Dabei ist allerdings anzumerken, dass Pommerellen die polnische Lehnshoheit bereits 1227 abgeschĂźttelt hatte und seither als vĂśllig selbständiger Staat agierte.) 1258 wurden Alardus von LĂźbeck und Heinrich Scilder als Ratsmannen erwähnt. Erst 1260 verlieh Sambor II. Dersow das lĂźbische Stadtrecht.cite-ref-5[5] 1289 rief der Herzog von Pommerellen den Dominikanerorden in die Stadt, der dort ein Kloster (aufgelĂśst 1818) und eine Kirche errichtete.
Deutscher Orden
Im Jahre 1309 wurde Dersow nach dreimonatiger Belagerung von Heinrich von PlĂśtzke, dem Landmeister von PreuĂen des Deutschen Ritterordens, erobert. Ab 1334/43 war Pomerellen ein Teil des Ordensstaates PreuĂens. Der Orden vertrieb die Einwohner, und die Stadt blieb bis 1364 unbewohnt. Nachdem es dem Orden gelungen war, die Stadt mit deutschen Einwanderern zu besiedeln, wurde der Stadt durch den Orden das Kulmer Stadtrecht verliehen. Sie trug nun den deutschen Namen Zursau. Als der Ritterorden 1410 von den Polen geschlagen wurde, kam Zursau kurzzeitig unter polnische Herrschaft, doch mit dem Ersten Frieden von Thorn von 1411 wurde dem Deutschen Orden Pommerellen wieder zugesprochen, sodass der Ort weiterhin deutsch blieb. Bei einem Ăberfall durch Hussiten kam es 1434 zu einem groĂen Brand. 1440 trat die Stadt dem PreuĂischen Bund bei, einer Schutzgemeinschaft mehrerer deutscher Städte gegen den Deutschen Orden. Die Auseinandersetzungen zwischen Bund und Orden fĂźhrten 1454 schlieĂlich zum Dreizehnjährigen Krieg, der nach der Niederlage des Ordens am 19. Oktober 1466 mit dem Zweiten Thorner Frieden endete. Während der Kriegshandlungen war das Dirschauer Schloss zerstĂśrt worden. Mit dem Friedensvertrag kam Pommerellen im westlichen PreuĂen als KĂśnigliches PreuĂen unter die Krone Polens.
KĂśnigliches PreuĂen
In PreuĂen KĂśniglichen Anteils wurde Dersau 1468 zum Sitz einer Starostei und eines Kreises. Es entwickelte sich zu einem wichtigen Handels- und Handwerkerzentrum und profitierte vor allem vom Getreidehandel. In den Wirren des Niedergangs Polens verursachten Soldaten des vorĂźbergehend herrschenden Ungarn Stephan Bathory 1577 einen verheerenden Stadtbrand, dem bis auf die Kirchen alle Gebäude zum Opfer fielen. Auch während des Konflikts mit Schweden und der Nordischen Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts litt die Stadt unter dem Durchzug kriegerischer Truppen. Blaeus Prussia-Karte Anfang der 1600er Jahre, basierend auf Caspar Hennebergers Prussia-Karte, zeigt Dirschaw.cite-ref-6[6] 1626 wurde es durch Truppen des schwedischen KĂśnigs Gustav Adolf II. besetzt, der vor der Stadt fĂźr mehrere Jahre sein Hauptquartier aufschlug. Im Zweiten Nordischen Krieg erlitten polnische Truppen bei einem Gefecht mit brandenburgisch-schwedischen Truppen unter FĂźhrung von Herzog Adolf Johann von Pfalz-ZweibrĂźcken-Kleeburg am 2. September 1657 in der Nähe von Dirschau eine schwere Niederlage.cite-ref-7[7]
Im KĂśnigreich PreuĂen
Bereits bei der Ersten Polnischen Teilung kam Dirschau am 13. September 1772 zum KĂśnigreich PreuĂen.
Während des Einmarsches Napoleons in PreuĂen stand das franzĂśsische Heer zusammen mit den verbĂźndeten polnischen Legionen am 17. Januar 1807 vor Dirschau, und unter tatkräftiger UnterstĂźtzung der polnischen Einwohner wurde die Stadt im Gefecht bei Dirschau am 23. Februar vom polnischen HeerfĂźhrer Jan Henryk DÄ
browski eingenommen. Die Franzosen errichteten vor der Stadt Schanzen und zwĂślf Basteien.
Nach der Niederlage Napoleons und durch den Wiener Kongress von 1815 war die deutsche Herrschaft wieder gefestigt. In Dirschau wurden groĂe Teile der Befestigungsanlagen abgetragen, auch die Ruine der alten Burg wurde beseitigt.
Mit der preuĂischen Verwaltungsreform von 1815 kam Dirschau zunächst in den Kreis PreuĂisch Stargard im Regierungsbezirk Danzig.
Am 1. Oktober 1887 wurde Dirschau Kreisstadt des neu gebildeten gleichnamigen Kreises. Zu dieser Zeit hatte sich die Stadt, begĂźnstigt durch den Bau neuer StraĂen und Eisenbahnstrecken, zu einem bedeutenden Industrie- und Verkehrszentrum entwickelt. 1857 wurde bei Dirschau eine damals rund 800 Meter lange BrĂźcke eingeweiht, die zu dieser Zeit die längste BrĂźcke in Nordeuropa war (WeichselbrĂźcke Dirschau). 1888 wurde in nur 30 Metern Entfernung eine zweite BrĂźcke fĂźr den Eisenbahnverkehr gebaut. Der industrielle Aufschwung in Deutschland machte sich auch in Dirschau bemerkbar. Am Ende des 19. Jahrhunderts gab es hier eine Eisenbahnwerkstatt, zwei Zuckerfabriken, eine Landmaschinenfabrik sowie mehrere MĂźhlen und Ziegeleien. Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Dirschau eine evangelische Kirche, eine katholische Kirche, eine Synagoge, eine Realschule, ein Progymnasium, einen Winterhafen und war Sitz eines Amtsgerichts.cite-ref-mkl-2-1[2]
Bis 1919 war Dirschau Sitz des Landkreises Dirschau im Regierungsbezirk Danzig der Provinz WestpreuĂen des Deutschen Reichs.
Nach dem Ersten Weltkrieg musste Deutschland 1919 aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags zur Einrichtung des Polnischen Korridors unter anderem auch den westlichen Teil WestpreuĂens, darunter Dirschau, an Polen abtreten.
Republik Polen
Die offizielle Ăbergabe erfolgte am 10. Januar 1920. Dirschau wurde zum polnischen Tczew. Noch im gleichen Jahr wurde hier die erste polnische Seefahrtsschule erĂśffnet. Hauptsächlich als Umschlagplatz fĂźr die polnische Kohle entstand 1926 ein Fluss- und Seehafen am Ufer der Weichsel. Er verlor jedoch nach der bald darauf erfolgten ErĂśffnung des GroĂhafens in Gdynia (Gdingen) wieder an Bedeutung. 1932 wurde mit dem Bau der St.-Joseph-Kirche begonnen.
Da immer mehr Polen in die Stadt zogen, verringerte sich der Anteil der deutschen BevĂślkerung drastisch und betrug 1939 nur noch rund neun Prozent. In den letzten dreihundert Jahren davor lag der Anteil der evangelischen Einwohner bei fĂźnfundsiebzig Prozent, wie man aus den deutschsprachigen KirchenbĂźchern ersehen kann.
Die WeichselbrĂźcke Dirschau war wichtiger Teil der PreuĂischen Ostbahn von Berlin bzw. Stettin nach Marienburg (Malbork), Elbing (ElblÄ
g), Allenstein (Olsztyn) bis KĂśnigsberg i. Pr. und weiter an die Grenze zum damaligen Zarenreich.
Zweiter Weltkrieg
Eisenbahn- und StraĂenbrĂźcke lagen dicht beieinander und wurden am 1. September 1939 beim deutschen Angriff auf die WeichselbrĂźcke bei Dirschau durch polnische Pioniere mit je zwei Sprengungen zu zwei Dritteln zerstĂśrt. Die zweigleisige EisenbahnbrĂźcke war 1889 bis 1891 erbaut worden und war 1050 m lang (unzerstĂśrt blieben nur 473 m).
Dirschau wurde am 2. September eingenommen, und vom 2. September bis 15. Oktober 1939 wurde die EisenbahnbrĂźcke vom II./Eisenbahn-Pionier-Regiment 68 behelfsmäĂig wiederhergestellt, wobei etwa 4000 Mann beim Bau eingesetzt wurden. Damals galt die BrĂźcke als âwichtigste, leistungsfähigste Landverbindung vom Reich nach OstpreuĂenâ.cite-ref-8[8]
Am 26. Oktober 1939 wurde die Stadt wieder in Dirschau benannt. Im Laufe des Krieges wurden hier Kriegsgefangenenlager fĂźr englische und franzĂśsische Soldaten eingerichtet. Am 12. März 1945 wurde die Stadt nach heftigen Kämpfen von zwei weiĂrussischen Divisionen eingenommen. AnschlieĂend lagen weite Teile in TrĂźmmern. Das Kriegsgefangenenlager wurde nun fĂźr deutsche Soldaten verwendet.
Nachkriegszeit
Mit der Ăbernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt wieder den polnischen Namen Tczew, und die noch verbliebenen deutschen Einwohner wurden vertrieben. Nach der Wiederherstellung der Verkehrswege entwickelte sich Tczew zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Industriebetriebe fĂźr Maschinen- und Schiffbau, Metallverarbeitung und Lebensmittelherstellung wurden aufgebaut.
BevĂślkerungsentwicklung bis 1945
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1772 | 0 1442 | [ 9 ] |
| 1782 | 0 1587 | davon Ăźberwiegend deutsche Protestanten und 23 Juden [ 10 ] |
| 1802 | 0 1758 | [ 11 ] |
| 1810 | 0 1715 | [ 11 ] |
| 1816 | 0 1841 | davon 728 Evangelische, 868 Katholiken, 239 Juden [ 11 ] |
| 1818 | 0 1834 | ohne die kĂśnigl. WassermĂźhle mit elf Einwohnern [ 12 ] |
| 1821 | 0 2072 | in 226 Privatwohnhäusern [ 11 ] |
| 1831 | 0 2310 | davon viele Juden [ 13 ] |
| 1867 | 0 6914 | darunter 3183 Evangelische, 3093 Katholiken, 495 Juden [ 14 ] |
| 1871 | 0 7761 | [ 14 ] |
| 1875 | 0 9713 | [ 15 ] |
| 1880 | 10.939 | [ 15 ] |
| 1890 | 11.897 | [ 15 ] |
| 1900 | 12.808 | davon 5969 Protestanten, 6525 Katholiken und 314 Juden [ 2 ] |
| 1905 | 14.164 | davon 6451 Protestanten, 7376 Katholiken und 269 Juden [ 9 ] |
| 1910 | 16.894 | am 1. Dezember, davon 7466 Evangelische, 8894 Katholiken, 195 Juden, 69 Sonstige (15.492 mit deutscher , 1136 mit polnischer Muttersprache, keine Kaschuben , 261 Einwohner sprechen Deutsch und eine andere Sprache) [ 16 ] [ 17 ] |
| 1921 | 16.250 | davon 4600 Deutsche [ 18 ] |
| 1943 | 25.869 | [ 9 ] |
| Jahr | 1960 | 1970 | 1980 | 1990 | 2000 | 2005 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 33.700 | 41.100 | 53.600 | 59.500 | 61.200 | 60.128 |
Politik
Stadtpräsident
An der Spitze der Verwaltung steht der Stadtpräsident. Seit 2010 war dies MirosĹaw PobĹocki vom Wahlkomitee âVerständigung und mehrâ, der 2024 durch Ĺukasz BrzÄ
dkowski abgelĂśst wurde. Die turnusmäĂige Wahl im April 2024 brachte folgendes Ergebnis:cite-ref-19[19]
⢠Ĺukasz BrzÄ
dkowski (Wahlkomitee des âVereins zur Erneuerung der Verwaltungâ) 47,5 % der Stimmen
⢠MirosĹaw PobĹocki (Wahlkomitee des âVerständigung und mehrâ) 28,7 % der Stimmen
⢠Iwona Ochocka (Wahlkomitee âGemeinsam fĂźr Tczewâ) 23,8 % der Stimmen
In der damit notwendigen Stichwahl setzte sich BrzÄ
dkowski mit 66,0 % der Stimmen gegen Amtsinhaber PobĹocki durch und wurde zum neuen Stadtpräsidenten gewählt.
Die turnusmäĂige Wahl im Oktober 2018 brachte folgendes Ergebnis:cite-ref-20[20]
⢠MirosĹaw PobĹocki (Wahlkomitee âVerständigung und mehrâ) 42,1 % der Stimmen
⢠Tadeusz Dzwonkowski (Prawo i SprawiedliwoĹÄ) 23,1 % der Stimmen
⢠Wojciech DrzeĹźdĹźon (Wahlkomitee âInitiative Lokale Verwaltungâ) 13,7 % der Stimmen
⢠Iwona Nitza (Koalicja Obywatelska) 11,6 % der Stimmen
⢠Zbigniew Urban (Wahlkomitee âBewusst fĂźr Tczewâ) 7,2 % der Stimmen
⢠Marcin CheĹstowski (Wahlkomitee â#TNPâ) 2,4 % der Stimmen
In der damit notwendigen Stichwahl setzte sich Amtsinhaber PobĹocki mit 66,8 % der Stimmen gegen den PiS-Kandidaten Dzwonkowski durch und wurde fĂźr eine weitere Amtszeit gewählt.
Stadtrat
Der Stadtrat von Tczew besteht aus 23 Mitgliedern. Die Wahl 2024 fĂźhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-21[21]
⢠Wahlkomitee des âVereins zur Erneuerung der Verwaltungâ 23,2 % der Stimmen, 6 Sitze
⢠Wahlkomitee âWahlkomitee Verständigung und mehrâ 23,2 % der Stimmen, 6 Sitze
⢠Koalicja Obywatelska (KO) 22,7 % der Stimmen, 5 Sitze
⢠Prawo i SprawiedliwoĹÄ (PiS) 21,7 % der Stimmen, 6 Sitze
⢠Wahlkomitee âGemeinsam fĂźr Tczewâ 7,2 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Ăbrige 2,1 % der Stimmen, kein Sitz
Die Wahl 2018 fĂźhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-22[22]
⢠Wahlkomitee âWahlkomitee Verständigung und mehrâ 35,0 % der Stimmen, 10 Sitze
⢠Prawo i SprawiedliwoĹÄ (PiS) 23,9 % der Stimmen, 6 Sitze
⢠Koalicja Obywatelska (KO) 17,6 % der Stimmen, 4 Sitze
⢠Wahlkomitee âInitiative Lokale Verwaltungâ 16,2 % der Stimmen, 3 Sitze
⢠Wahlkomitee âBewusst fĂźr Tczewâ 6,4 % der Stimmen, kein Sitzcite-ref-kowalski-23-0[23]
⢠Wahlkomitee â#TNPâ 1,0 % der Stimmen, kein Sitz
Städtepartnerschaften
⢠Werder, Brandenburg
⢠Die Stadt Witten (Nordrhein-Westfalen) ßbernahm 1959 die Patenschaft fßr die aus Dirschau vertriebenen Deutschen. Seit 1990 konnten die aus privaten Heimatbesuchen entstandenen Kontakte in eine offizielle Städtefreundschaft umgewandelt werden.
⢠DÄbno (Neudamm), Polen
⢠London Borough of Barking and Dagenham, Stadtbezirk Londons, Vereinigtes KÜnigreich
⢠Lev haScharon, Israel
⢠BirŞai (Birsen), Litauen
⢠Kursk, Russland
⢠Beauvais, Frankreich
SehenswĂźrdigkeiten
⢠Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz, gotische dreischiffige Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert
⢠St.-StanisĹaw-Kostka-Kirche, ehemalige Dominikanerkirche aus dem 14. Jahrhundert, gotischer Bau mit achteckigem Turm
⢠St.-Josef-Kirche, erbaut von 1931 bis 1936
⢠Rathaus wurde 1908 vom Dresdner Architekten Curt Hempel erbautcite-ref-24[24].
⢠Postamt, neugotisch, errichtet 1905
⢠Stadthalle von 1910/1911 (heute Centrum Kultury i Sztuki) die von dem Stadtbaumeister Otto Specht und dem Architekten Wilhelm Meyer aus Hildesheim entworfen wurde. Eines der ersten Gebäude in Pommern, das in Stahlbetonbauweise von der Firma Drenckhahn & Sudhop aus Braunschweig errichtet wurdecite-ref-kowalski-23-1[23]
⢠Das Weichselmuseum in Tczew ist eine Filiale des Nationalen Schifffahrtsmuseums in Danzig. Das Museumsgebäude wurde im 19. Jahrhundert als Metallwarenfabrik Emil Kelch errichtet. Das Museum wurde am 9. Oktober 1984 erĂśffnet. Die erste Ausstellung des Museums trug den Titel âGeschichte der Weichselschifffahrtâ und bildet zusammen mit den Ausstellungen âVolksboote des Weichselbeckensâ und âGeschichte des polnischen Kanufahrensâ eine Dauerausstellung.
⢠Wasserturm (1905)
⢠Holländermßhle von 1806 mit seltenem fßnfteiligen Flßgelantrieb
⢠WeichselbrĂźcken, ursprĂźnglich 1851 nach EntwĂźrfen von Friedrich August StĂźlercite-ref-25[25] und 1888 erbaut, mehrfach zerstĂśrt und zuletzt 1947â1959 wieder aufgebaut
Verkehr
⢠Der Üffentliche Nahverkehr in Tczew kann seit September 2023 kostenlos benutzt werden.cite-ref-26[26]
⢠Bei Tczew verläuft die Nord-SĂźd-Autobahn Polens, sĂźdlich der Stadt kreuzen sich die FernstraĂen DK 1 und DK 22 (in Entsprechung der ehemaligen ReichsstraĂen R 2 bzw. R 1), Ăźber die die Nachbarstädte Danzig, Malbork (Marienburg), GrudziÄ
dz (Graudenz) und Starogard GdaĹski (PreuĂisch Stargard) zu erreichen sind.
⢠Als Kreuzungsbahnhof mit den Bahnlinien entlang der Weichsel ist Tczew ein wichtiger Bahnknotenpunkt im Norden Polens, mit direkten Verbindungen nach Danzig, Warschau, Ăźber Warschau nach Krakau, Ăźber Bydgoszcz (Bromberg) nach Posen und nach PiĹa.
⢠Tczew verfßgt ßber einen Hafen an der Weichsel.
PersĂśnlichkeiten
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
1400â1919
⢠Alexander Scultetus (um 1485â1564), Domherr und Historiker
⢠Alexander von Suchten (â1520â1590), Alchemist
⢠Johann Reinhold Forster (1729â1798), Naturwissenschaftler
⢠Wilhelm Peters (1817â1903), Historienmaler
⢠Siegfried Anger (1837â1911), Theologe, Philologe und Archäologe in WestpreuĂen
⢠Emilie Wiede-Focking (1837â1910), Medizinerin
⢠Alf Bachmann (1863â1956), See- und Landschaftsmaler
⢠Gottfried EdelbĂźttel (1867â1937), General
⢠Rose Senger (1869 â nach 1943), Ărztin
⢠Fritz LĂźdecke (1873â1931), Marineoffizier, Schiffskommandant im Ersten Weltkrieg, zuletzt Konteradmiral
⢠Dorothea Stroschein (1883â1967), Malerin
⢠Bernhard Kamnitzer (1890â1959), Rechtsanwalt, Landgerichtsrat und Senator fĂźr Finanzen in der Freien Stadt Danzig
⢠Alfred Eisenstaedt (1898â1995), Fotograf
⢠Arnold Krieger (1904â1965), Schriftsteller
⢠Alfred Salomon (1910â2006), Theologe
⢠Ernst Seikowski (1917â1986), FuĂballspieler
Seit 1920
⢠Roman Korynt (1929â2018), FuĂball-Nationalspieler
⢠Stefan Lisewski (1933â2016), deutscher Schauspieler
⢠Kazimierz Zimny (1935â2022), Leichtathlet
⢠Alfred Schickentanz (1937â2018), Leiter der VHS Overath
⢠Teresa Budzisz-Krzyşanowska (* 1942), Schauspielerin
⢠Teresa Piotrowska (* 1955), Politikerin der Platforma Obywatelska
⢠Grzegorz Ciechowski (1957â2001), Rockmusiker
⢠CzesĹawa KoĹciaĹska (* 1959), Ruderin
⢠Bogdan Wenta (* 1961), Ex-Handballnationalspieler Polens und Deutschlands, 2004â2012 Trainer der polnischen Nationalmannschaft
⢠Grzegorz Nagórski (* 1964), Jazzmusiker
⢠Lukas Schulz (* 1981), deutscher Profiboxer
⢠Piotr Trochowski (* 1984), deutscher FuĂballspieler
⢠Agnieszka BuczyĹska (* 1986), Soziologin, Politikerin und Aktivistin
⢠Bartosz Piasecki (* 1986), norwegischer Fechter
⢠Dobrawa Czocher (* 1991), Cellistin und Komponistin
⢠PaweĹ WszoĹek (* 1992), FuĂballspieler
⢠Oliwia KamiĹska (* 1999), Handballspielerin
Wirkten in der Stadt
EhrenbĂźrger
Die Stadt Tczew ernannte seit 1990 folgende EhrenbĂźrgercite-ref-27[27]
1. Lech WaĹÄsa (1990)
2. Bogdan Borusewicz (1990)
3. Ĺucja Wydrowska-Biedunkiewicz (1990)
4. StanisĹaw Cieniewicz (1990)
5. Janusz StanisĹaw Pasierb (1991)
6. Alfred Schickentanz (1994)
7. Piotr Wysga (1996)
8. Kazimierz Denek (1998)
9. ZdzisĹaw JaĹkowiak (2000)
10. Roman Klim (2000)
11. Franciszek Fabich (2001)
12. JĂłzef Szajna (2001)
13. Jan Bernard Szlaga (2002)
14. Roman Landowski (2003)
15. Klaus Lohmann (2004)
16. Ryszard Karczykowski (2005)
17. Jerzy Kubicki (2005)
18. JĂłzef Lisowski (2006)
19. Kazimierz Piechowski (2006)
20. Jan Rogowski (2008)
21. Walenty Faterkowski (2009)
22. Zenon Odya (2011)
23. Antoni Dunajski (2012)
24. Kazimierz Zimny (2016)
25. Grzegorz W. KoĹodko (2017)
26. Jan Strelau (2017)
Landgemeinde Tczew
Tczew ist Sitz einer Landgemeinde gleichen Namens, ist aber selber nicht Teil dieser. Die Landgemeinde, die die Stadt im Norden, Westen und SĂźden umschlieĂt, hat eine Fläche von 170,6 km² auf der 16.260 Menschen leben (1. Januar 2024).
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Hauptartikel
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Tczew (Landgemeinde)
Literatur
⢠Dirschau, Kreisstadt, links der Weichsel, Regierungsbezirk Danzig, Provinz WestpreuĂen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Dirschau (meyersgaz.org).
⢠Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des KĂśnigreichs PreuĂen. Teil II. S. 52, Nr. 2; Textarchiv â Internet Archive.
⢠Karl Ludwig PreuĂ: Dirschauâs historische DenkwĂźrdigkeiten. FĂźr das 600jährige Jubelfest der Stadt (20. August 1860). Kafemann, Danzig 1860; archive.org.
⢠Franz Schultz: Geschichte des Kreises Dirschau. Dirschau 1907; Digitalisat der Register. mbp.tczew.pl
⢠J. H. Schneiderâs, weiland evangelischen Pfarrers zu Dirschau, Mittheilungen aus der Geschichte Dirschauâs. In: Zeitschrift des WestpreuĂischen Geschichtsvereins, Heft XIV, Th. Bertling, Danzig 1885, S. 59â120 (books.google.de).
⢠Bernhard StadiĂŠ: Der landräthliche Kreis Stargard in WestpreuĂen in historischer Beziehung von den ältesten Zeiten bis jetzt. In PreuĂische Provinzial-Blätter. Band 70. KĂśnigsberg 1867, S. 489â510 und S. 585â620; books.google.de â Teil II: Historische Notizen Ăźber die einzelnen Ortschaften des Kreises. In: PreuĂische Provinzial-Blätter. Band 72. KĂśnigsberg 1869, S. 289â314 und S. 699â726, insbesondere S. 298â299 books.google.de/books
⢠Erich Weise (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Ost- und WestpreuĂen. Unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1966. KrĂśner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X (= KrĂśners Taschenausgabe, Band 317).
⢠Martin Zeiller: Derschau. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae (= Topographia Germaniae. Band 13). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1652, S. 22 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
Commons
: Tczew
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Stadt Dirschau. Territorial.de
⢠Offizielle Website
⢠Dirschau â Bilder der Stadt und Umgebung. t.tczew.pl
⢠Dawny Tczew (polnisch).
⢠verfilmte Kirchenbßcher ßber die meist evangelischen Einwohner Dirschaus in den letzten 300 Jahren. familysearch.org
Einzelnachweise
cite-note-area-and-population-in-the-territorial-profile-in-2024-11. Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
cite-note-mkl-22. â Dirschau. In: Meyers GroĂes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 5: DifferenzgeschäfteâErde. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1906, S. 43 (Digitalisat. zeno.org).
cite-note-33. â Erich Weise (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Ost- und WestpreuĂen (= KrĂśners Taschenausgabe. Band 317). Unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1966. KrĂśner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X.
cite-note-44. â Erich Weise (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Ost- und WestpreuĂen (= KrĂśners Taschenausgabe. Band 317). Unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1966. KrĂśner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X.
cite-note-55. â Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Rechts- und Verfassungsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 792â796; Textarchiv â Internet Archive.
cite-note-66. â Dirschaw auf Blaeuâs Prussia-Karte.
cite-note-77. â Johann Gustav Droysen: Der Staat des groĂen KurfĂźrsten (= Geschichte der preuĂischen Politik, Teil 3). Band 2. Veit, Leipzig 1863, S. 349.
cite-note-88. â Otto Krahmer: Siebte Eisenbahn-Pionier-Kompanie Regiment drei mot. Die 7.Eisb.Pi.Kp.Rgt.3mot. 1938â1945. Selbstverlag, WittdĂźn/Amrum 1985, unpaginiert, ca. S. 2, 14â25; sowie Fotomaterial aus dem Nachlass des Vermessungsoffiziers Erich Fresdorf, das Nachlassgut befindet sich als Schenkung seit etwa 2014 im Besitz des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden.
cite-note-hhs-92. Erich Weise (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Ost- und WestpreuĂen (= KrĂśners Taschenausgabe. Band 317). Unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1966. KrĂśner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X, S. 40.
cite-note-103. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des KĂśnigreichs PreuĂen. Teil II. Marienwerder 1789, S. 52, Nr. 2; Textarchiv â Internet Archive.
cite-note-m-tzell-5-114. Alexander August MĂźtzell, Leopold Krug (Hrsg.): Neues topographisch-statistisch-geographisches WĂśrterbuch des preuĂischen Staats. FĂźnfter Band. TâZ Und eine tabellarische Ăbersicht ⌠der 857 kleinern Städte âŚ. Bei Karl August KĂźmmel, Halle 1823, S. 264â271 (Digitalisat â Z. 120).
cite-note-125. Alexander August MĂźtzell, Leopold Krug (Hrsg.): Neues topographisch-statistisch-geographisches WĂśrterbuch des preuĂischen Staats. Erster Band. AâF. Bei Karl August KĂźmmel, Halle 1821, S. 272 (Digitalisat â Z. 1145â1146).
cite-note-136. August Eduard PreuĂ: PreuĂische Landes- und Volkskunde. KĂśnigsberg 1835, S. 390â391, Nr. 24; Textarchiv â Internet Archive.
cite-note-neumann-147. Gustav Neumann: Das Deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung. Band 2. G. F. O. MĂźller, Berlin 1874, S. 43â44, Ziffer 5; books.google.de
cite-note-vwg-158. Michael Rademacher: WestpreuĂen, Kreis Dirschau. Online-Material zur Dissertation, OsnabrĂźck 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900
cite-note-169. KĂśniglich PreuĂisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Heft II: Regierungsbezirk Danzig, S. 16â17, Ziffer 1: Dirschau. books.google.de
cite-note-1710. gemeindeverzeichnis.de
cite-note-1811. Der GroĂe Brockhaus. 15. Auflage. Band 4. Leipzig 1929, S. 802â803.
cite-note-1919. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 8. Juli 2024.
cite-note-2020. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. September 2020.
cite-note-2121. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 8. Juli 2024.
cite-note-2222. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. September 2020.
cite-note-kowalski-2323. â Piotr Zygmunt Kowalski: Tczewska hala z 1910 roku i architektura jej wnÄtrz,. âArchitektura Miast. ZbiĂłr studiĂłwâ, t. X, Za zamkniÄtymi drzwiami. WystrĂłj wnÄtrz w XIX i XX wieku, red. Bogna Derkowska-Kostkowska, Mateusz SoliĹski. Bydgoszcz 2023, ISBN 978-83-8697042-1, S. 133â144.
cite-note-2424. â Piotr Zygmunt Kowalski, Dawny gmach starostwa w Tczewie jako przyczynek do badaĹ nad nowoczesnÄ
formÄ
artystycznÄ
u progu XX wieku, âArchitektura Miast. ZbiĂłr studiĂłwâ, t. XI, Architektura obiektĂłw administracji paĹstwowej i samorzÄ
dowej w XIX I XX wieku, red. Bogna Derkowska-Kostkowska, Mateusz SoliĹski, Bydgoszcz 2024, S. 149â163.
cite-note-2525. â Ansicht eines BrĂźckenportals. In: Architekturmuseum der TU Berlin; abgerufen am 27. Oktober 2009.
cite-note-2626. â 1 wrzeĹnia 2023 roku rusza w Tczewie bezpĹatna miejska komunikacja. In: tczew.naszemiasto.pl. 30. August 2023, abgerufen am 3. September 2023 (polnisch).
cite-note-2727. â EhrenbĂźrger und weitere Ehrungen der Stadt Tczew Tczew (polnisch)